Nackt und hilflos kommen die Menschen zur Welt. Prometheus stiehlt das Feuer vom Himmel und lehrt sie die Künste. So überleben sie. Die Menschen bauen Geräte und Fahrzeuge, um ihren Mangel zu überwinden. Indem sie sich der Kunst bedienen, fesseln sie sich an das hergestellte Zeug. Die Mechanik der Künste reproduziert die Amechanie des Mangels, die sie überwinden sollen. (aus: Hannes Böhringer – Das hölzerne Pferd)
In einer Form wird Musik dem Musiker durch die Notenschrift übermittelt: Höhe, Dauer und Volumen der flüchtigen Töne werden graphisch auf dem Papier dargestellt und fixiert. I never went south überträgt die zweidimensionale Notenschrift in ein räumliches Notationssystem das mit Lichtsignalen arbeitet. In das vertraute Spiel vom Blatt mischt sich ein technischer Apparat, der die Kontrolle mehr und mehr übernimmt oder aber der Improvisation des Musikers gehorcht.
KOMPOSITION: Maximilian Maintz
DRAMATURGIE: Christian Grammel
MUSIKALISCHE LEITUNG: Uwe Dierksen
TECHNISCHE BERATUNG: Fabian Offert
KLANGREGIE: Sarah Hölscher
MUSIK: IEMA- Ensemble Matthew Conley, Trompete/ Eva Boesch, Violoncello/ Vincent Hepp, Violine/ Yusuke Ishii, Klavier/ Vincent Manuel Minguet-Soria, Saxofon/ Francisco José Naranjo Reyes, Oboe/ Arlette Probst, Fagott/ Alberto Carnevale Ricci, Klavier/ Deepa Goonetilleke, Horn/ Delphine Roche, Flöte/ Marie Schmit, Violoncello/ Anna voor de Wind, Klarinette/ Rho-Mei Yu, Schlagzeug.
AUFFÜHRUNG IM FRANKFURT LAB
Vorpremiere 31. August 2011
AUFFÜHRUNG IM ZKM KARLSRUHE
Premiere 30. September 2011
ZKM Karlsruhe, Medientheater
Eine Kooperation des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft Gießen, der Internationalen Ensemble Modern Akademie, des Frankfurt LAB und dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe. Mit freundlicher Unterstützung er Hessischen Theaterakademie, STEAM -Tonstudio der Hochschule für Musik Hanns Eisler, satis&fy, basis Frankfurt und dem Forstamt Gießen.