MOTION BANK– WORKSHOP NO. 3
Foto: Jessica Schäfer
Motion Bank Workshop

MOTION BANK– WORKSHOP NO. 3

14. – 17.02.2012

Mediating relations: scores in sound and motion making

Der dritte Workshop der Reihe bietet die Möglichkeit, sich im Rahmen von Motion Bank an den Forschungen zur Entwicklung und Nutzung von Partituren zu beteiligen – diesmal in Form von Begegnungen im Raum zwischen Klang- und Bewegungskompositionen. Es stehen zwei unterschiedliche Workshops zur Auswahl, die jeweils von einem Komponist und einer/einem Choreografin/Choreograf geleitet werden. Sie sind auf ihren jeweiligen Gebieten renommiert und wurden eingeladen, für Motion Bank Neues zu erkunden und zu entwickeln. Die Workshops richten sich an alle, die an der Frage interessiert sind, inwiefern Partituren die Beziehungen zur eigenen kreativen Arbeit beziehungsweise zu den Darstellern, zum Publikum und zu anderen vermitteln. Choreografen, Komponisten, Tänzer, Musiker, Klang- und Installationskünstler sind besonders willkommen. Die Workshops richten sich sowohl an Studierende als auch an ausführende Künstler. Arbeitssprache der Workshops ist Englisch. Eine musikalische bzw. körperliche Vorbildung wird nicht vorausgesetzt, allerdings sollten sich Teilnehmer darauf einstellen, sowohl Klang als auch Bewegung zu produzieren.

WORKSHOP IM FRANKFURT LAB
Dienstag, den 14. bis Freitag, den 17. Februar 2012, 10 – 18 Uhr
THINGS OF SIGNIFICANCE: OF SYMBOLS & SCORES
Thomas Lehmen (Choreograf) und z’ev (Komponist)

Thomas Lehmen (Choreograf) und z’ev (Komponist) bieten einen viertägigen Workshop an, der auf z’evs kreativer Forschung zu Phänomenologie und Rhythmus sowie auf Lehmens Erkundung sozialer Systeme innerhalb der künstlerischen Praxis beruht. In diesem Workshop geht es unter anderem um die Erforschung der Produktion von sowohl Klang als auch Bewegung unter dem Aspekt, wie man den Anforderungen individuell entscheidender Inhalte und Beweggründe (things of significance) gerecht werden kann, indem man sie zur „Partitur“ transkribiert, ohne dabei auf willkürliche numerologische, graphische oder geometrische Mittel zurückzugreifen. Wie können Partituren Beziehungen zwischen sowohl der Produktion von Klang beziehungsweise Aktion/Bewegung und den Menschen vermitteln, die all das hervorbringen? Der Schwerpunkt des Workshops liegt eher auf den genannten Wechselbeziehungen an sich und weniger auf dem tatsächlich Produzierten. In diesem Zusammenhang soll bestimmten Fragen nachgegangen werden, z. B.: Was genau ist eine „Partitur“? Ist sie Subjekt/subjektiv, oder Objekt/objektiv? Ist sie etwas Abgeschlossenes oder ein Prozess? Inwiefern kann Erfahrung zur Entstehung einer Partitur führen? Und wie kann man Imagination veräußerlichen/personifizieren und das als linearen Fluss von Symbolen darstellen? Auf praktischer Ebene sollen die Teilnehmer zunächst eine monologische, auf imagoartigen Zuständen/Ereignissen basierende Erzählung konzipieren, die sie darstellen möchten, und zwar für Klang oder Aktion/Bewegung, oder auch für beides. Im Anschluss soll dieser Monolog mit welchen Mitteln auch immer übersetzt/interpretiert und so ein symbolisches Vokabular (Partitur) konstruiert werden, das Dialoge in Gang setzt.

WORKSHOP IM FRANKFURT LAB
Mittwoch, den 15. bis Freitag, den 17. Februar 2012, 10 – 18 Uhr
SCORE MEDITATIONS: ON THE BODY BECOMING MUSIC
Robin Hoffmann (Komponist) und Isabelle Schad (Choreografin)

Robin Hoffmann (Komponist) und Isabelle Schad (Choreografin) bieten einen dreitägigen Workshop an. Er beruht auf ihrem jeweils unterschiedlichen, aber sich überschneidenden Interesse an der Frage, wie ein Körper Musik werden kann. Hoffmann hat über das Schreiben von Musik geforscht, die auf dem menschlichen Körper gespielt werden kann, und ist so zur Entwicklung eines Notationssystems gekommen, das eher den Ort als die Aktion erfasst, indem es sich auf die Schauplätze der Klangartikulation konzentriert (z.B. bestimmte Orte im Mund). Schads Schwerpunkt ist ebenfalls das tiefe Bewusstsein vom Körper in Bewegung, verbunden mit musikalischen Ideen und Strukturen. Ihre Partituren entwickeln sich während der Aufführung des Werks, wobei jede neue Erfahrung mit der Partitur wiederum in deren Neufassung einfließt. Im Rahmen des Workshops werden Hoffmann und Schad zusammen mit den Teilnehmern erkunden, wie sich die genannten Herangehensweisen auf die Niederschrift von Partituren für Aufführungen auswirken, beziehungsweise inwiefern diese Partituren infolge individueller „Body-Mind“ Verfassung unterschiedlich ausgeführt oder interpretiert werden. Ausgangspunkt dafür können auch graphische Notationen und Partituren von unterschiedlichen Komponisten wie John Cage, Roman Haubenstock-Ramati, Dieter Schnebel und Karlheinz Stockhausen sein. Diese Partituren lassen sich sowohl durch Klang als auch durch Bewegung realisieren.


SALON IM FRANKFURT LAB
Donnerstag, den 16. Februar 2012
THINKING WITH SCORES
mit Reinhold Friedl, künstlerischer Leiter des ZEITKRATZER Ensemble

 

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