Wasser
Foto: Soany Guigand
Arnulf Herrmann

Wasser

ab 16.06.2012

Musiktheater in 13 Szenen von Arnulf Herrmann (2010-2011)
Eine Koproduktion von Ensemble Modern, Oper Frankfurt
und Münchener Biennale

WASSER lautet der Titel des ersten Musiktheaterwerks von Arnulf Herrmann. Im Frankfurt LAB produziert, feierte das Ensemble Modern im Mai 2012 im Rahmen der Münchener Biennale gemeinsam mit der Schola Heidelberg unter Leitung von Hartmut Keil seine fulminante Uraufführung. Im Juni sind im Frankfurt LAB sechs weitere Vorstellungen zu erleben.

Erzählt wird eine Geschichte, die fließend zwischen Erleben und Traum hin und her läuft: Ein Mann erwacht desorientiert in einem Hotelzimmer. Im Foyer des Hauses gerät er in eine Abendveranstaltung. Er glaubt, die Personen zu kennen, doch seine Erinnerung versagt. Alles ist merkwürdig verschoben und verrückt, selbst die Musik. Sie kommt von einer Schallplatte, die sich nicht um ihren Mittelpunkt dreht und deshalb schwankende Musik liefert. Die Frau, die er zum Tanz bittet, glaubt er auch schon einmal gesehen zu haben, erkennt sie jedoch nicht. Ist es seine verstorbene Geliebte? Die beiden begegnen sich mehrmals, doch die entstehende Nähe wandelt sich in Distanz, die am Ende nicht mehr zu überbrücken ist. Alles was greifbar erscheint, zerfließt, das ganze Szenario versinkt.
Arnulf Herrmann vertonte kein fertiges Libretto, seine Musik und Nico Bleutges Dichtung entstanden in einem Prozess gegenseitiger Anregung. Jeder Szene gab der Komponist einen eigenen Klang, ein eigenes Text-Musik-Verhältnis, eigene Struktur und Form. Drei Szenen erscheinen mehrmals, doch nicht als Wiederholung, sondern in verschobener, dezentrierter Ähnlichkeit, gleichsam im Schwebezustand zwischen Identität und Differenz. Einige Szenen folgen musikalisch dem Prinzip des Rotierens, wie sie Gedankenbewegungen auf der Suche nach dem Erinnern auszeichnet. Andere entwickeln sich in eine bestimmte Richtung. Am Ende lösen sich Zusammenhang und Identität auf. Wasser lässt manches ahnen, gibt aber nichts preis.

Hörbeispiele und ein Interview mit Arnulf Herrmann finden hier.

Musiktheater in 13 Szenen von Arnulf Herrmann (2010-2011)
LIBRETTO von Nico Bleutge
DIRIGENT Hartmut Keil
REGIE Florentine Klepper
BÜHNENBILD Adriane Westerbarkey
KOSTÜME Anna Sofie Tuma
VIDEO Heta Multanen
LICHTDESIGN Frank Keller
KLANGREGIE Norbert Ommer
LIVE-ELEKTRONIK Josh Martin (E-Studio, ADK Berlin)
DRAMATURGIE Norbert Abels
ASSISTENZ Corinna Tetzel, Stephanie Rauch
SOLISTEN Sarah Maria Sun (Sopran), Boris Grappe (Bariton), Sebastian Hübner (Tenor)

Ensemble Modern, Schola Heidelberg (Vokalensemble, Einstudierung: Walter Nußbaum)

AUFFÜHRUNGEN IM FRANKFURT LAB
16., 17., 19., 20., 23. & 24. Juni 2012

WERKGESPRÄCH IM FRANKFURT LAB
Sonntag, den 17. Juni 2012
im Anschluss an die Vorstellung
mit Norbert Abels, Arnulf Herrmann, Nico Bleutge und Hartmut Keil

HAPPY NEW EARS KONZERT IN DER OPER FRANKFURT
Konzert des Ensemble Modern - Portrait Arnulf Herrmann
Dienstag, den 29. Mai 2012

URAUFFÜHRUNG BEI DER MÜNCHENER BIENNALE
16. Mai 2012 in der Muffathalle
Weitere Vorstellungen in München: 18. & 19. Mai 2012
Die Uraufführung bei der Münchner Biennale wurde bereits stürmisch gefeiert. Lesen Sie hier den Presseartikel vom Deutschlandfunk.


Ein Kompositionsauftrag des Ensemble Modern, finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung. Ein Librettoauftrag des Ensemble Modern. Eine Koproduktion von Ensemble Modern, Oper Frankfurt und Münchener Biennale in Zusammenarbeit mit dem Studio für Elektroakustische Musik der Akademie der Künste Berlin. Das Ensemble Modern dankt der Aventis Foundation für die maßgebliche Unterstützung dieser Produktion.

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