Das Schattenspiel als Medium einer nach-modernen Moderne.
Foto: http://www.ajour-frankfurt.de/
à jour - Vortragsreihe in der Zentralbibliothek

Das Schattenspiel als Medium einer nach-modernen Moderne.

12.12.2012

à jour - Vortragsreihe zu den Frankfurter Positionen

Die vom Institut für Sozialforschung (IfS) konzipierte Vorlesungsreihe schafft ein theoretisches Rahmenprogramm zu dem von der BHF-BANK-Stiftung alle zwei Jahre initiierten Uraufführungsfestival der Frankfurter Positionen, bei dem Künstlerinnen und Künstler neue Werke zu einem zentralen Thema unserer Zeit präsentieren. Die Vortragsreihe wurde während der Frankfurter Positionen 2013 mit einem Symposium im Frankfurt LAB und in der Alten Oper abgeschlossen. 

ANDREAS HUYSSEN (Columbia University New York)
DAS SCHATTENSPIEL ALS MEDIUM EINER NACH-MODERNEN MODERNE.
ÜBER NALINI MALANI UND WILLIAM KENTRIDGE


am 12. Dezember 2012

Die »time-space compression« (David Harvey) war ein Kennzeichen der klassischen gesellschaftlichen und ästhetischen Moderne. In der künstlerischen Praxis der letzten beiden Jahrzehnte haben sich die Grenzen dieser Moderne sowohl zeitlich wie räumlich derart verschoben, dass man von einer gleichzeitigen Erweiterung von Raum und Zeit sprechen kann. Der Vortrag handelt von zwei »nicht-westlichen« Künstlern, die die Traditionen ihrer eigenen Kultur (Indien, Südafrika) mit einer kreativen Aneignung der klassischen Moderne und Avantgarde verknüpfen und damit auch den Rezeptionsraum ihrer Arbeiten massiv erweitern. William Kentridge und Nalini Malani sind paradigmatische Figuren, an denen sich Fragen nach globaler Kunstpraxis, transnationaler Metamorphose der europäischen Moderne in der sogenannten »Peripherie« und der Rolle des Mediums in der heutigen Kunst aufwerfen lassen. Mit anderen Worten: In Frage stehen spezifische Formen einer Entgrenzung der westlichen Moderne und deren privilegierter Begriff des Mediums.

Andreas Huyssen ist Professor für Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University in New York, Gründungsdirektor des dort ansässigen Zentrums für Vergleichende Literaturwissenschaft und Gesellschaft sowie Mitbegründer von New German Critique, der führenden Zeitschrift für Deutschlandstudien in den USA. Bekannt ist Andreas Huyssen für seine Forschungen u. a. in den Feldern internationale Moderne und Postmoderne, Kritische Theorie der Frankfurter Schule, Stadtkultur sowie Literatur und Kunst in einer globalisierten Welt. Aus seinen Veröffentlichungen: Present Pasts: Urban Palimpsests and the Politics of Memory. Stanford: Stanford University Press 2003; Other Cities, Other Worlds. Urban Imaginaries in a Globalizing Age. Durham und London: Duke University Press 2008; Shadow Play as Medium of Memory, in: Nalini Malani: In Search of Vanished Blood. Künstlerbuch der dOCUMENTA (13) von Carolyn Christov-Bakargiev, Arjun Appadurai und Andreas Huyssen. Ostfildern: Hatje Cantz 2012, 46–59.

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